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Wissenschaftliche:r Mitarbeiter:in im Projekt „FlexCity“ in praxisorientiertem, ko-kreativen Projekt in Kooperation mit dem ROSI und dem Ankerplatz Stade e. V. § 28 Abs. 3 HmbHG

Ihre Aufgaben

Die Aufgaben umfassen wissenschaftliche Dienstleistungen im o. g. Projekt. Außerhalb der Dienstaufgaben besteht Gelegenheit zur wissenschaftlichen Weiterbildung.

FlexCity ist  ein Projekt des Forschungsbüros für Soziale Innovation (ROSI) der Universität Hamburg in Kooperation mit dem Ankerplatz Stade e. V.. Das ROSI koordiniert Projekte, in denen Wissenschaftler:innen sowie Studierende sich der Bearbeitung realer gesellschaftlicher Herausforderungen widmen.

Im Projekt FlexCity unterstützen wir das Ankerplatz-Team ab Juli 2024 bei seinem Ziel, die Funktion von Marktplätzen als Treffpunkt und gesellschaftlichen Ort der Aushandlung und des Streits zu reaktivieren. Mit dem Aufbau urbaner Dörfer aus modularen Strukturen, wie umgebauten Schiffscontainern, möchte das Ankerplatz-Team lokale gesellschaftliche Bindekräfte und letztlich demokratische Praktiken stärken. Seit 2019 setzt das Pilotprojekt Ankerplatz Stade e. V. diese Idee um und will das Modell im Projekt FlexCity (u. a. über eine digitale Plattform) skalierbar für andere Standorte machen. Während der Pilotphase tauchen für das Ankerplatz-Team regelmäßig Fragen auf, die beantwortet werden und Probleme, die gelöst werden wollen – hierbei unterstützen wir als ROSI, indem wir uns wissenschaftsbasiert unterschiedlichen Anliegen annehmen. Ziel ist es, in enger Zusammenarbeit mit dem Anker-Team, weiteren Forschenden sowie dem ROSI Handlungsempfehlungen sowie systematisierte Daten und gebündeltes Wissen zu erstellen, welches u. a. auf der entstehenden digitalen Plattform veröffentlicht wird und dem Ankerplatz sowie weiteren zivilgesellschaftlichen Partner:innen zur Verfügung steht.

Konkret geht es bei der zu besetzenden Stelle darum, – unterstützt durch Prof. Dr. Jana-Michaela Timm und in enger Absprache mit dem Ankerplatz-Team sowie dem ROSI – forschungsbasiert Ideen und Handlungsempfehlungen bzgl. eines passenden Organisationsmodells für den Ankerplatz und für potenziell entstehende weitere Standorte urbaner Marktplätze zu formulieren. Bisher ist der Ankerplatz als Verein organisiert, stößt damit jedoch an Grenzen. Es gibt den Bedarf, den Ankerplatz gemeinschaftsgetragen und mit einer nachhaltigen Finanzierungsidee zu gestalten, sodass dessen Umsetzung skalierbar wird. Im Fokus steht dabei der All-Profit-Gedanke. Es gibt bereits einige Kooperationen mit städtischen, zivilgesellschaftlichen sowie wirtschaftlichen Akteur:innen. Die Idee ist, das Beste aus allen Welten zusammenzudenken, um gemeinsam den Marktplatz der Zukunft zu gestalten.

Für Berufseinsteiger:innen nach dem Master-Studium (z. B. Sozialwissenschaften, Sozialökonomie, BWL) ist diese Stelle geeignet.

Zu bearbeitende Fragestellungen des Kooperationspartners:

  • Empfehlung geeigneter Organisationsform(en) für das Ankerplatz-Modell sowie potenziell entstehende weitere Standorte:
    • Wie können urbane Marktplätze wie der Ankerplatz nachhaltig finanziert sowie partizipativ und mit Fokus auf Social Impact organisiert werden?
    • Wie kann eine nachhaltige Finanzierung der Standorte aussehen (Sicherung von Betriebs- und Personalkosten)?
    • Welche Rechtsform eignet sich (z. B. Sozialunternehmen mit Verantwortungseigentum)?
    • Welches Geschäfts- bzw. Organisationsmodell wird dem Fokus auf Social Impact und den unterschiedlichen Stakeholder:innen und Zielgruppen (All-Profit-Ansatz: Zivilgesellschaft; Stadt; Wirtschaft) bestmöglich gerecht?
    • Wie kann dieses möglichst partizipativ gestaltet werden?
    • Lassen sich skalierbare und standardisierte Konzepte für unterschiedliche Standorte aufstellen?

Mögliche Umsetzung:

  • Recherche in Wissenschaft und Praxis: Welche Modelle gibt es? Welche Ideen und welches Vorwissen liegen bereits beim Ankerplatz vor?
  • qualitative Forschung (z. B. Leitfaden-, Expert:innen-, Gruppeninterviews)
  • (gemeinsame) Durchführung von Workshops
    • zu nachhaltigen, regenerativen und/oder gemeinschaftsgetragenen Orga-Modellen (z. B. mit Expert:innen)
    • zu Wirkungslogiken des Ankerplatzes (z. B. mit weiteren Forschenden im Projekt)
  • Verbindung zu entsprechenden Netzwerken aufbauen (Social Entrepreneurship-Szene Hamburg)
  • Forschungsprodukt:
    • Handreichung (Blaupause zur Implementierung)
    • Handlungsempfehlungen für mögliche Durchführungen von Evaluierung

Ihr Profil

Abschluss eines den Aufgaben entsprechenden Hochschulstudiums.

  • Fachkenntnisse durch Studium in einer der Aufgaben entsprechenden Fachrichtung (z. B. Sozialwissenschaften, Sozialökonomie, Nachhaltigkeitsmanagement oder BWL)
  • Offenheit und Bereitschaft, sich in die für die Stelle relevanten Themenbereiche einzuarbeiten
  • offene und konstruktive Kommunikationspraktik
  • gute Kenntnisse qualitativer Forschungsmethoden
  • Fähigkeit und Bereitschaft zum selbstständigen sowie kooperativen Arbeiten sowie zuverlässige Kommunikation mit allen Projektbeteiligten und -stakeholder:innen
  • wünschenswert
    • gute Kenntnisse im Bereich alternativer/nachhaltiger Geschäftsmodelle
    • Kenntnisse und Kontakt zur Hamburger Entrepreneur-Szene
    • Erfahrungen im Bereich inter- oder transdisziplinärer Zusammenarbeit (z. B. durch frühere (Neben-)Tätigkeit oder Erfahrungen innerhalb des Studiums in der Zusammenarbeit mit zivilgesellschaftlichen Praxispartner:innen)

Wir bieten Ihnen

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Sichere Vergütung nach Tarif
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Weiterbildungsmöglichkeiten
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Betriebliche Altersvorsorge
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Attraktive Lage
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Flexible Arbeitszeiten
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Möglichkeiten zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie
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Gesundheitsmanagement

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Bildungsurlaub

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30 Tage Urlaub/Jahr

Die Stelle beinhaltet viele Kommunikationsaktivitäten, die Möglichkeit, sich (auch vor Ort mit den beteiligten Akteur:innen) in ein konkretes Thema einzuarbeiten und sich selbst weiterzubilden, die Systematisierung bestehenden Wissens und vor allem die Möglichkeit, sich kreativ und wissenschaftsbasiert der Lösung praktischer und aktueller gesellschaftlicher Herausforderungen zu widmen. Die Stelle beinhaltet zudem die Möglichkeit, die erhobenen Daten in späteren eigenen Projekten weiterzuverwenden, das eigene berufliche Netzwerk, praxisrelevante und wissenschaftliche Kompetenzen weiter auszubauen sowie Teil eines inter- und transdisziplinären Arbeitsumfeldes zu sein.


Die Exzellenzuniversität Hamburg gehört zu den forschungsstärksten Wissenschafts- und Bildungseinrichtungen Deutschlands. Durch Forschung und Lehre, Bildung und Wissenstransfer auf höchstem Niveau fördern wir die Entwicklung einer neuen Generation verantwortungsbewusster Weltbürger:innen, die den globalen Herausforderungen unserer Zeit gewachsen ist. Mit unserem Leitmotiv „Innovating and Cooperating for a Sustainable Future“ gestalten wir die Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen und außerwissenschaftlichen Partnerinstitutionen in der Metropolregion Hamburg und weltweit. Wir laden Sie ein, Teil unserer Gemeinschaft zu werden, um gemeinsam mit uns einen nachhaltigen und digitalen Wandel für eine dynamische und pluralistische Gesellschaft zu gestalten.

Schwerbehinderte und ihnen gleichgestellte behinderte Menschen haben Vorrang vor gesetzlich nicht bevorrechtigten bewerbenden Personen gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung.


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