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W3 Universitätsprofessur für Informatik mit Schwerpunkt gesellschaftliche Kommunikation

Die Exzellenzuniversität Hamburg gehört zu den forschungsstärksten Wissenschafts- und Bildungseinrichtungen Deutschlands. Durch Forschung und Lehre, Bildung und Wissenstransfer auf höchstem Niveau fördern wir die Entwicklung einer neuen Generation verantwortungsbewusster Weltbürger:innen, die den globalen Herausforderungen unserer Zeit gewachsen ist. Mit unserem Leitmotiv „Innovating and Cooperating for a Sustainable Future in a Digital Age“ gestalten wir die Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen und außerwissenschaftlichen Partnerinstitutionen in der Metropolregion Hamburg und weltweit. Wir laden Sie ein, Teil unserer Gemeinschaft zu werden, um gemeinsam mit uns einen nachhaltigen und digitalen Wandel für eine dynamische und pluralistische Gesellschaft zu gestalten.

Mit ihren Forschungsschwerpunkten in der Klima- und Infektionsforschung, der Physik, Manuskriptforschung und den Neurowissenschaften bietet die Universität Hamburg datenintensive Anwendungsfelder und vielfältige Forschungschancen für die Informatik. Diese interdisziplinären Möglichkeiten und eine breit aufgestellte Kerninformatik machen Hamburg zu einem idealen Standort für die Erforschung von Informatik-, KI- und Data-Science-Methoden. Ob als Wissenschaftler:in am Anfang Ihrer Karriere oder als etablierte:r Expert:in - gestalten Sie gemeinsam mit uns den exzellenten Ausbau des Informatik-Standorts Hamburg in seiner strategischen Entwicklung zu einem international führenden Data-Hub.

Bei der ausgeschriebenen Position handelt es sich um eine gemeinsame Professur der Universität Hamburg und des Leibniz-Instituts für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut (HBI). Das HBI erforscht die Funktion von Kommunikation für die Gesellschaft und ihren Wandel, um auf dieser Basis der Gesellschaft Reflexionswissen zur Verfügung zu stellen. Das Institut zeichnet sich durch eine in Deutschland einzigartige Verbindung von sozialwissenschaftlicher Kommunikationsforschung und rechtswissenschaftlicher Regulierungsforschung aus.

Aufgabengebiet

Mit der ausgeschriebenen Professur soll die Forschung am HBI, derzeit bestehend aus einer kommunikationswissenschaftlichen und einer rechtswissenschaftlichen Säule, um die Säule der Informatik erweitert werden, welche sich vorrangig mit Fragen gesellschaftlicher Kommunikation auseinandersetzen soll. Am HBI ist die Professur dem Programmbereich 2 (Kommunikationsstrukturen und ihre Gestaltung) zugeordnet. Das HBI ist offen für unterschiedliche Teilfelder der Informatik, beispielsweise Web Science, Sozio-Informatik, Natural Language Processing, Algorithmic Fairness and Accountability, soziotechnische Systemmodellierung oder Network Science, sofern digitale Kommunikationsprozesse und öffentliche Informationsinfrastrukturen im Zentrum des Forschungsinteresses stehen.

An der Universität ist die Professur akademisch im Fachbereich Informatik angesiedelt.

Die bzw. der Stelleninhaber:in vertritt das Fach Informatik in Forschung und Lehre. Die Forschungsleistung der Professur wird am HBI erbracht.

Die Professur umfasst neben der Forschung und Lehre im Bereich Informatik mit Schwerpunkt gesellschaftliche Kommunikation die folgenden Aufgaben:

  • Lehre im Umfang von 2 Lehrveranstaltungsstunden pro Semester sowie Übernahme von Prüfungsaufgaben
  • Beiträge zur Entwicklung des HBI und seiner Positionierung in der Leibniz Gemeinschaft
  • bei Bedarf Übernahme von Leitungsaufgaben am HBI und Vertretung des Instituts in Gremien auch der Leibniz Gemeinschaft
  • Aufbau einer eigenen Arbeitsgruppe am HBI und Beteiligung an institutsweiten Initiativen der Nachwuchsförderung, Internationalisierung und Vernetzung
  • Mitwirkung an der Kommunikation der Forschungsergebnisse in Politik, Aufsicht und Öffentlichkeit
  • Initiierung und Pflege von internationalen Kooperationen

Der § 12 Absatz 7 Satz 2 Hamburgisches Hochschulgesetz (HmbHG) findet Anwendung.

Ihr Profil

Wir erwarten:

  • exzellente Forschung in einem oder mehreren Teilgebieten der Informatik, belegt durch international sichtbare Publikationen in hochrangigen, einschlägigen Fachzeitschriften oder Konferenzbänden
  • eine Forschungsperspektive, die digitale Kommunikationsprozesse, Plattformen oder öffentliche Informationsinfrastrukturen empirisch oder konstruktiv-gestaltend zum Gegenstand hat und die einen maßgeblichen Beitrag zur Weiterentwicklung der Forschungsprogrammatik des HBI (https://leibniz-hbi.de/) leistet
  • eine reflektierte Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen und normativen Implikationen der eigenen Forschung; methodische Sensibilität für die Bedingungen, unter denen informatische Erkenntnisse in rechtliche, regulatorische oder publizistische Kontexte überführt werden können
  • Erfahrung in der Zusammenarbeit mit nicht-informatischen Disziplinen (idealerweise sowohl mit Sozial- als auch Rechtswissenschaft), dokumentiert durch gemeinsame Publikationen, Drittmittelprojekte oder Kooperationsbeziehungen
  • erfolgreiche Akquisition und Durchführung kompetitiver Drittmittelprojekte
  • Erfahrungen im Wissenstransfer oder in co-kreativer Forschung
  • Erfahrung in der Leitung von wissenschaftlichen Arbeitsgruppen, Instituten, größeren Forschungsprojekten oder vergleichbaren wissenschaftlichen Organisationseinheiten

Wir erwarten gleichermaßen:

  • hervorragende Englischkenntnisse in Wort und Schrift
  • Sprachkenntnisse in Deutsch (C1). Die Sprachkenntnisse können innerhalb der ersten zwei Dienstjahre erworben werden. Die Universität Hamburg unterstützt Sie hierbei gerne.

Idealerweise bringen Sie auch noch mit:

  • Erfahrung mit Open-Science-Praktiken, insbesondere mit der Bereitstellung von Code, Modellen und Datensätzen unter offenen Lizenzen
  • Erfahrung mit Forschungsdatenmanagement bei sensiblen oder rechtlich regulierten Daten (DSA-Forschungsdatenzugang, Plattform-APIs, Forschungsklauseln)
  • Erfahrung im Horizon Scanning technologischer Entwicklungen mit Relevanz für öffentliche Kommunikation
  • Erfahrung in der Beratung von Gesetzgebung, Aufsicht oder zivilgesellschaftlichen Akteur:innen im Bereich digitaler Kommunikation
  • Bereitschaft, an gemeinsamen Wettbewerbsanträgen der Leibniz-Gemeinschaft (Leibniz-Wettbewerb, Leibniz Kollegs) mitzuwirken

Die Universität Hamburg und das Hans-Bredow-Institut

Die Universität Hamburg und das HBI legen Wert auf Geschlechtergerechtigkeit, Diversität und Vereinbarkeit von Familie mit Beruf und Studium. Die Bereitschaft, dies in der Lehre und Personalführung zu berücksichtigen, wird erwartet. Darüber hinaus fordern wir qualifizierte Frauen nachdrücklich zur Bewerbung auf.

Schwerbehinderte und ihnen gleichgestellte behinderte Menschen haben Vorrang vor gesetzlich nicht bevorrechtigten bewerbenden Personen gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung.

Wir bieten unseren Professor:innen die Möglichkeit, auf Spitzenniveau zu forschen und zu lehren. Die Universität Hamburg und die Freie und Hansestadt Hamburg bieten zudem:


Hinweise zur Bewerbung und zu Berufungsverfahren

Bitte laden Sie alle relevanten Bewerbungsunterlagen zusammengefasst in einer PDF-Datei hoch:

  • Anschreiben
  • CV
  • Publikationsliste
  • Nachweis von Lehrerfahrungen, z. B. in Form einer Liste der Lehrveranstaltungen
  • Nachweis von Erfahrungen und Erfolgen in der Einwerbung und Durchführung von Drittmittelprojekten
  • Zeugnisse und Dokumente
  • drei repräsentative Veröffentlichungen
  • Darlegung der Vorstellung zur zukünftigen Forschung und Lehre, mit besonderem Fokus auf den Beitrag zu den Forschungszielen des HBI
  • ggf. Evaluationen
  • ggf. weitere Nachweise wie Vorträge, Poster, wichtige Funktionen in Organisationen

Bei technischen Problemen können Sie sich an folgende Adresse wenden: bewerbungen@uni-hamburg.de

Im Laufe des Berufungsverfahrens wird ein Assessment Center mit einem engeren Bewerber:innenkreis durchgeführt. Weitere Informationen zu Berufungsverfahren finden Sie unter www.uni-hamburg.de/berufungsverfahren

Die Einstellungsvoraussetzungen und professoralen Aufgaben richten sich nach den rechtlichen Regularien (insbesondere §§ 15, 18 und 12 Abs. 7 Hamburgisches Hochschulgesetz). Informationen zum Datenschutz bei Auswahlverfahren finden Sie hier.

Hinweis zur Regelanfrage nach § 34a Hamburgisches Sicherheitsüberprüfungsgesetz: Die Dienststelle stellt für die im Auswahlverfahren ausgewählte Person eine Anfrage beim Landesamt für Verfassungsschutz über dort vorliegende Erkenntnisse, wenn dafür die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen (Informationen zur Regelanfrage und Datenschutzhinweise).